Was dabei passiert
Die Behandlung findet auf einer weichen Massageliege statt. Sie beginnt mit flächigen Griffen an der oberflächlichen Muskulatur. Erst wenn das Gewebe vorbereitet ist, wird schichtweise tiefer gearbeitet.
Verspannte Muskelpartien und ihre Sehnenansätze werden dabei erreicht, ebenso das Bindegewebe zwischen den Muskelsträngen. Häufig ergänzt wird die Behandlung durch Arbeit an einzelnen Triggerpunkten und durch eine ruhige Mobilisierung der beteiligten Gelenke.
Vor der Massage wird in vielen Fällen eine Fango-Packung aufgelegt. Die Wärme macht das Gewebe zugänglicher.
Wie sich das anfühlt
Deutlich intensiver als eine reine Entspannungsmassage. An verspannten Stellen ist der Druck spürbar, teils unangenehm. Er soll nicht wehtun.
Sagen Sie während der Behandlung, wenn der Druck zu stark ist. Das ist ausdrücklich erwünscht und kein Zeichen von Empfindlichkeit. Die richtige Dosierung lässt sich nur im Dialog finden.
Am Tag danach kann sich der behandelte Bereich anfühlen wie nach einem Training. Das legt sich in der Regel innerhalb von ein bis zwei Tagen.
Dauer und Verordnung
| Verordnung | Behandlungszeit |
|---|---|
| Klassische Massagetherapie | 20 Minuten |
| Erweiterte Verordnung | 45 Minuten |
| Ausführliche Behandlung | 60 bis 90 Minuten |
Gesetzliche Krankenkassen verordnen häufig sechs Einheiten. Ob danach eine zweite Serie sinnvoll ist, entscheidet die verordnende Ärztin oder der Arzt. Wir geben eine Rückmeldung zum Verlauf, die Entscheidung liegt nicht bei uns.
Wann sie angewendet wird
Bei Verspannungen im Schulter-, Nacken- und Rückenbereich, bei Beschwerden nach einseitiger Belastung und begleitend nach Operationen am Bewegungsapparat, sofern ärztlich verordnet.
Wie viele Termine im Einzelfall sinnvoll sind, hängt vom Befund ab und wird im ersten Termin besprochen. Mehr dazu im Ratgeber: Wie oft Massage bei Verspannungen sinnvoll ist.
Wann sie nicht das Richtige ist
Bei akuten Entzündungen, frischen Verletzungen, Fieber, offenen Wunden im Behandlungsgebiet und bei Thrombosen. Bei Einnahme blutverdünnender Medikamente bitte vorher ansprechen.
Bei ausstrahlenden Schmerzen mit Taubheitsgefühl oder Kraftverlust gehört die Ursache zuerst ärztlich geklärt.