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Übungen · 6 Minuten Lesezeit

Rückenübungen für zuhause: 6 Übungen ohne Geräte

Für einen stabilen Rücken brauchen Sie keine Geräte und keine Stunde am Tag. Sechs Übungen, dreimal pro Woche für rund zehn Minuten, decken die wichtigsten Bewegungsrichtungen ab. Regelmäßigkeit wirkt dabei mehr als Intensität.

Angeleitete Übung in der Praxis
Angeleitete Übung in der Praxis. Die Übungen unten funktionieren ohne Geräte zuhause.

Was Rückenübungen leisten und was nicht

Übungen ersetzen keine Diagnose. Sie sind dann sinnvoll, wenn die Ursache muskulär ist und geklärt wurde, dass nichts anderes dahintersteckt.

Was sie tun: Sie halten Beweglichkeit, kräftigen die haltende Muskulatur und unterbrechen die Dauerhaltung des Alltags.

Was sie nicht tun: Sie bringen eine bestehende Verspannung nicht in einer Sitzung weg, und sie machen einen Bandscheibenvorfall nicht rückgängig.

Wichtiger als jede einzelne Übung ist die Regelmäßigkeit. Dreimal zehn Minuten pro Woche wirkt zuverlässiger als einmal eine Stunde.

Die sechs Übungen

1. Beckenkippen im Liegen

Rückenlage, Beine angestellt. Becken abwechselnd nach vorne und hinten kippen, sodass die Lendenwirbelsäule mal Kontakt zum Boden hat, mal einen Hohlraum bildet. Langsam, ohne Schwung.

15 Wiederholungen.

2. Brücke

Rückenlage, Beine angestellt, Arme neben dem Körper. Becken anheben, bis Oberschenkel und Oberkörper eine Linie bilden. Oben zwei Sekunden halten, langsam ablegen.

10 bis 12 Wiederholungen, zwei Durchgänge.

3. Vierfüßlerstand mit Diagonale

Auf Hände und Knie. Rechten Arm und linkes Bein gleichzeitig ausstrecken, ohne dass das Becken kippt. Der Rücken bleibt gerade.

8 Wiederholungen je Seite, langsam.

Wenn das Becken wackelt, ist die Übung zu schwer. Dann nur den Arm oder nur das Bein bewegen.

4. Katze und Kuh

Im Vierfüßlerstand Wirbelsäule abwechselnd runden und strecken. Die Bewegung geht von der Mitte aus, nicht vom Kopf.

10 langsame Durchgänge.

5. Seitstütz auf dem Knie

Seitlage, unterer Unterarm aufgestützt, unteres Knie angewinkelt. Becken anheben, bis Schulter, Hüfte und Knie eine Linie bilden.

15 Sekunden halten, je Seite zweimal.

Die seitliche Rumpfmuskulatur wird in den meisten Programmen vergessen. Sie stabilisiert die Wirbelsäule bei jedem Schritt.

6. Hüftbeuger dehnen

Ausfallschritt, hinteres Knie am Boden. Becken nach vorne schieben, Oberkörper aufrecht. Die Dehnung ist vorne im Oberschenkel des hinteren Beins zu spüren.

25 Sekunden je Seite.

Ein verkürzter Hüftbeuger zieht das Becken nach vorne und verstärkt das Hohlkreuz. Bei viel Sitzen ist er fast immer beteiligt.

Ein Plan, der sich durchhalten lässt

ÜbungenDauer
Montag1, 2, 48 Minuten
Mittwoch3, 5, 69 Minuten
Freitagalle sechs14 Minuten

Wer zwei Termine schafft statt drei, hat trotzdem gewonnen. Ein ausgefallener Tag ist kein Grund aufzuhören.

Wann Sie abklären lassen sollten

  • Schmerzen strahlen ins Bein aus, besonders unterhalb des Knies
  • Taubheit oder Kribbeln in Bein oder Fuß
  • Kraftverlust, etwa beim Anheben des Fußes
  • Beschwerden beim Wasserlassen oder Stuhlgang
  • Beschwerden nach Sturz oder Unfall
  • Schmerz, der nachts stärker wird

Diese Zeichen gehören ärztlich abgeklärt, bevor geübt oder behandelt wird.

Wenn Übungen allein nicht reichen

Bei festen, seit Wochen bestehenden Verspannungen ist die Muskulatur über Bewegung oft nicht mehr ausreichend erreichbar. Eine Massage arbeitet dann direkt am betroffenen Gewebe, eine Fango-Packung bereitet es mit Wärme darauf vor.

Termine werden telefonisch vereinbart, bitte mit etwa einer Woche Vorlauf.

Dieser Text ersetzt keine ärztliche Abklärung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden, bei Taubheitsgefühl oder Kraftverlust lassen Sie die Ursache ärztlich klären.

Termin vereinbaren 089 308 36 64

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