Herkunft
Druckbehandlungen am Fuß sind in verschiedenen Kulturen seit Langem beschrieben. In die westliche Praxis kam die Methode über den amerikanischen Arzt William Fitzgerald zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die deutsche Heilpraktikerin Hanne Marquardt hat sie ab den 1950er Jahren weiterentwickelt und die heute gebräuchlichen Zonenkarten geprägt.
Wie gearbeitet wird
Die Fußsohle ist nach einem festen Schema in Zonen eingeteilt. Der vordere Bereich der Zehen wird dem Kopf zugeordnet, die Fußmitte dem mittleren Rumpf, die Ferse dem Becken.
In der ersten Phase wird die Fußsohle systematisch abgetastet. Stellen, die dabei deutlich empfindlicher reagieren als die Umgebung, werden anschließend gezielter behandelt — mit anhaltendem Daumendruck, kreisenden Bewegungen oder abwechselndem Druck und Entlastung.
Was Sie erwarten können
Die meisten Menschen empfinden die Behandlung als sehr entspannend. An einzelnen Punkten kann der Druck kurz unangenehm sein.
Manche berichten anschließend von starkem Durstgefühl oder Müdigkeit. Trinken Sie danach etwas und planen Sie keine anstrengende Tätigkeit direkt im Anschluss.
Zur Einordnung
Die Zuordnung von Fußzonen zu inneren Organen ist eine Modellvorstellung der Reflexzonenlehre. Ein wissenschaftlicher Nachweis, dass über die Fußsohle einzelne Organe beeinflusst werden, liegt nicht vor.
Wir schreiben das bewusst hin. Die Behandlung wird von vielen als wohltuend erlebt, und das ist Grund genug, sie anzubieten. Ein Heilversprechen ist damit nicht verbunden, und eine ärztliche Behandlung ersetzt sie nicht.
Wann sie nicht angezeigt ist
Bei offenen Wunden, Pilzerkrankungen oder Entzündungen am Fuß. Bei Thrombose. Bei Durchblutungsstörungen der Beine und beim diabetischen Fußsyndrom bitte vorher ärztlich abklären.