Die Technik
Gearbeitet wird mit den Fingerkuppen des dritten und vierten Fingers. Die Kuppen setzen auf der Haut auf und ziehen unter Spannung über das Gewebe. Es wird nicht geknetet und nicht gedrückt, sondern gezogen.
Dabei entsteht ein charakteristisches Empfinden: hell, schneidend, manchmal als kratzend beschrieben, so als würde mit dem Fingernagel gearbeitet. Das ist normal und gehört zur Methode. Es lässt im Verlauf der Behandlung nach.
Drei Schichten
| Schicht | Wo gearbeitet wird |
|---|---|
| Kutan | direkt unter der Haut, feiner Zug |
| Subkutan | zwischen Unterhaut und Faszie |
| Faszial | an der Muskelhülle selbst, mit dem stärksten Zugreiz |
Welche Schicht bearbeitet wird, hängt vom Befund und von der Verträglichkeit ab. Begonnen wird in der Regel oberflächlich.
Aufbau der Behandlung
Die Bindegewebsmassage folgt einem festen Aufbau. Sie beginnt am Becken und arbeitet sich nach oben. Dieser sogenannte Grundaufbau wird bei den ersten Terminen eingehalten, bevor gezielt einzelne Bereiche behandelt werden.
Deshalb dauert es einige Sitzungen, bis die Behandlung an der Stelle ankommt, an der die Beschwerden sitzen. Das ist kein Umweg, sondern Teil der Methode.
Was Sie erwarten können
Nach der Behandlung ist eine Rötung im behandelten Bereich üblich. Sie verschwindet innerhalb weniger Stunden.
Manche Menschen reagieren mit Müdigkeit oder verstärktem Durstgefühl. Trinken Sie danach etwas.
Wann sie nicht angezeigt ist
Bei akuten Entzündungen, bei Hauterkrankungen im Behandlungsgebiet, bei Fieber. In der Schwangerschaft und bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorher ärztlich abklären.